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Nach Auffassung des Landessozialgerichts Baden-Württemberg ist für die Höhe der Beiträge bei freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung Versicherten die gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit maßgeblich. Daher werden Veräußerungsgewinne über den Freibetrag hinaus auch berücksichtigt. Dies ergibt sich aus seiner Entscheidung vom 18. Oktober 2016 (AZ: L 11 KR 139/16).
Auch sogenannte Veräußerungsgewinne nach Betriebsaufgabe werden abzüglich eines Freibetrags bei der Krankenversicherung berücksichtigt. Hierfür sind auch Krankenversicherungsbeiträge abzuführen. Dies gilt auch, wenn man den Betrieb nicht verkauft, sondern die Vermögenswerte in das Privatvermögen nimmt. Schließlich handele es sich um so genannte stille Reserven, die dann in das Privatvermögen überführt würden.
Bei Sozialversicherungsbeiträgen sollte man sehr genau sein, ein Verstoß dagegen hätte Konsequenzen. Da ist es auch für kleinere Betriebe ratsam, sich gelegentlich die Hilfe eines Sozialrechtsanwalts zu holen. Sozialrecht ist nicht nur für Hartz IV und ähnliche Fälle da!

(Quelle: www.dav-sozialrecht.de, 15.02.2017)